Türkei 2015

oder: Zwischen ‚WUNSCH BRUNNEN‘ und ‚RUT SCHGEFAHR‘

Vom 2. bis 16. Oktober 2015 verschlug es die Ferienfreizeiten Xanten mit sieben Teilnehmern auf eine erneute Reise in die Türkei. Erste Station war die Weltmetropole Istanbul, wo wir die bedeutendsten kulturellen Sehenswürdigkeiten (Hagia Sophia, Blaue Moschee, Basilika Zisterne, Großer Basar, Galataturm) unter die Lupe nahmen. Besonders die Hagia Sophia war wieder für alle ein beeindruckendes Highlight. Gleiches galt aber auch für die alte byzantinische Zisterne „Yerebatan Sarnıcı“. Der türkische Name bedeutet übersetzt „Versunkener Palast“, und genau den Eindruck hat man auch in dieser riesigen Säulenhalle. Inwiefern der „Wunsch Brunnen“ (s. Foto) aber zur ursprünglichen Einrichtung gehört hat, konnten wir nicht rausfinden. Hamam-Besuche und eine Bosporus-Rundfahrt sowie gemütliches Beisammensitzen zum Abendessen in den Restaurants „Istanbul“ und „Antakya“ – beide unweit unseres sehr zentral gelegenen Hotels – sorgten für die nötige „Ruhepause“ zwischen den Besichtigungen. Die Bosporus-Tour führte uns übrigens bis zur 1452 errichteten Festung Rumeli Hisarı, ein wirklich gigantisches Bauwerk. Zum Größenvergleich: Der gelbe „Klecks“ im Bild (s. u.) unten rechts vor der Burg ist ein Taxi.

Vorhang auf für den zweiten Teil der Reise: Von Istanbul ging es nach Antalya und von dort – mit dem Mietwagen – in unser Hotel in … nein, nicht Olympos, sondern in Alanya. Ja, richtig gehört. Erstmals wohnten wir nicht in den urigen Baumhauscamps in Olympos, sondern in einem typischen All-inclusive-Hotel. So wurde Alanya unsere neue „Basis“ für Strandtage oder Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Zu unseren Zielen gehörten zum Beispiel die Provinzhauptstadt Antalya samt der Düden-Wasserfälle und die alte Stadt Aspendos. Beim Aufstieg zur Akropolis dieser Stadt kommen einem plötzlich die Überreste eines Gebäudes in den Blick, das ohne Probleme Kulisse für den Film „Der Name der Rose“ gewesen kein könnte (s. Foto) – Sean Connery war aber nicht da. Eine weitere Station waren die Wasserfälle von Manavgat, bei denen wir auf einen Staudamm oberhalb der Stadt aufmerksam gemacht wurden. Der Besuch des Damms mit einem atemberaubend schönen Stausee, der sich direkt als Hintergrundmotiv für ein Gruppenfoto anbot (s. Foto), wurde zu einem weiteren Highlight. Selbstverständlich statteten wir auch unserer alten Unterkunft in Olympos einen Besuch ab.

Zu den weiteren Orten, die wir uns angesehen haben, gehören eine alte Karawanserei, die Seljuk-Brücke, die alte Hafenstadt Side mit dem berühmten Apollotempel (s. Foto) und auch wieder das wunderschöne Pamukkale. Der Anblick der Kalk-Sinter-Terrassen ist immer wieder aufs Neue beeindruckend (s. Foto). Das gleiche gilt aber auch für die alte Stadt Hierapolis, die sich oberhalb der Kalk-Sinter-Terrassen befindet und unter anderem über ein modernes Thermalbad (auf den Grundmauern des antiken Bades) verfügt. Doch Vorsicht: Im Thermalbad kann man offenbar leicht ins Schlingern geraten, worauf aber freundlicherweise hingewiesen wird (s. Foto) 😉 . In unserem Hotel herrschte ebenfalls „Rutschgefahr“ – aber auf eine angenehmere Art und Weise (s. Foto) 😉 .

Vor allem in Erinnerung bleiben aber die geselligen Abende mit gemeinsamen Spielen (Backgammon entwickelt sich mehr und mehr zum Klassiker der Türkei-Fahrt) oder einfachen Gesprächen über Gott und die Welt, die häufig erst sehr spät endeten. Dafür war das Wetter einfach insgesamt zu schön und man konnte sehr lange draußen sitzen – auch wenn es dieses Mal leider den einen oder anderen etwas verregneten Tag gegeben hat.

Und so rückte der unaufhaltsame Abschied von der Türkei wieder einmal viel zu schnell näher und Bilder wie das Abschließende müssen wieder einige Zeit auf sich warten lassen. In diesem Sinne: hoşçakal – auf Wiedersehen.

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Am Strand von Alanya

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